Heiße Tage treffen Kinder besonders stark. Trotzdem geht die Stadt Freiburg die Hitzeanpassung auf Schulhöfen, Spielplätzen und öffentlichen Plätzen viel zu zögerlich an. Wir hatten deshalb im vergangenen Haushalt zusätzliche Finanzmittel für Verschattung und Klimaanpassung auf Schulhöfen beantragt. Der Antrag fand erst nach intensiven Verhandlungen eine Mehrheit. Für den tatsächlichen Bedarf reichen diese Mittel jedoch bei Weitem nicht aus.
Entsiegelung, Begrünung und neue Bäume müssen deutlich schneller vorangebracht werden. Zugleich braucht es robuste, wetteroffene Dachstrukturen auf Schulhöfen, Spielplätzen und versiegelten Plätzen. Sie spenden zuverlässig Schatten und lassen im Winter trotzdem Tageslicht durch. Teure Bäume in Kübeln sind dagegen keine nachhaltige Lösung. Dass bei neueren Planungen wie am Platz der Alten Synagoge, am Staudinger-Schulhof oder am Spielplatz Schildacker wirksamer Hitzeschutz oft fehlt, zeigt den akuten Handlungsbedarf.
Auch bei anstehenden Schulsanierungen und Neubauten muss der sommerliche Hitzeschutz von Beginn an mitgeplant werden. Dazu gehört auch eine fest eingebaute Klimatisierung. Spätere Nachrüstungen sind in der Regel aufwendiger. Freiburg muss jetzt eine hitzeresiliente Stadt werden. Kitas und Schulen müssen dabei zuerst geschützt werden.