Aufnahme von Entsiegelung in die FNP-Ziele

Ergänzungsantrag zur Drucksache G-22/064, hier: „Ergebnis der Zukunftsszenarien für Freiburg als strategische Grundlage für die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans 2040 mit integriertem Landschaftsplan“

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren,

die unterzeichnenden Fraktionen und Gemeinderät:innen beantragen die folgenden Ergänzungen zur Anlage 2 der Drucksache. Ergänzungen sind fett markiert.

Strategische Grundausrichtung Zielszenario

h) Neue bauliche Entwicklungen können nicht ohne eine parallel verlaufende qualitative und womöglich auch quantitative Entwicklung von bestehenden und der Entwicklung von neuen Grün- und Freiflächen und entsiegelten Flächen erfolgen. Neben der Neuausweisung von Grün- und Freiflächen, entsiegelten Flächen sowie Flächen für den Naturschutz erstreckt sich die qualitative Entwicklung des “Grüns” in der Stadt für Klima- und Artenschutz, Klimaanpassung sowie als Erholungs- und Sport-/Bewegungsraum unabhängig der baulichen Entwicklung auch auf die Aufwertung bestehender Flächen, wie Wohn- und Gewerbeflächen und Grünflächen, wie bspw. Friedhofsflächen. Hierbei bedarf es eines maßvollen Gleichgewichts von geschützten Bereichen zur Förderung von Biodiversität und uneingeschränkt nutzbaren Bewegungsräumen sowie ein sorgsames Ausbalancieren der zusätzlichen Nutzungen.

2.3 Natur und Erholung
c) Mehrfachnutzung von Flächen aufnehmen und neue Nutzungskategorien für den FNP 2040 entwickeln: Um im Sinne der Mehrfachnutzung verträgliche Nutzungen im Siedlungsbereich zu kombinieren. Entwicklung von Kategorien, um bspw. Siedlungsbereiche mit besonderen Freiraumfunktionen (bspw. auf Grundlage von Fachgutachten zum Stadt- und Landschaftsbild, Biotopvernetzung, Artenvielfalt, Klimaanpassung, Entwässerung, Entsiegelung, Erholungs- und Bewegungsfunktion) oder Bauflächen mit zu sichernden Grünfunktionen/ besondere Planungserfordernis bei Innenentwicklungsvorhaben im FNP 2040 darzustellen.

h) Entsiegelung und Klimapassung
Freiburg als wassersensible Stadt, weist Flächen aus, die sich für Entsiegelung eignen, um mehr Versickerung und Begrünung zu ermöglich. Dem wichtigen Punkt der Klimaanpassung wird so Rechnung getragen.

Begründung:
Erfolgt mündlich.

Die unterzeichnenden Stadträt:innen und Fraktion:

Lina Wiemer-Cialowicz, Co-Fraktionsvorsitzende, EINE STADT FÜR ALLE
Anne Reyers, Stadträtin, EINE STADT FÜR ALLE

Sophie Schwer, Stadträtin, Bündnis90/Die Grünen
Maria Viethen, Fraktionsvorsitzende, Bündnis90/Die Grünen

Simon Sumbert, Fraktionsvorsitzender, JUPI

Julia Söhne, Fraktionsvorsitzende, SPD/Kulturliste
Walter Krögner, Stadtrat, SPD/Kulturliste