Kostenloser ÖPNV – Mehr Gemeinschaftsschulen – Gegen Sozialabbau

Kostenfreier ÖPNV für Kinder und Jugendliche

In der letzten Gemeinderatssitzung hatte unsere Fraktion beantragt, das Thema „Kostenfreier ÖPNV für Kinder und Jugendliche“ auf die Tagesordnung des Gemeinderats zu setzen. Geprüft werden sollen zwei Varianten: ein kostenfreier ÖPNV für Kinder und Jugendliche an Wochenenden und Feiertagen sowie ein grundsätzlich kostenfreier ÖPNV für Kinder und Jugendliche. Mit unserem Antrag greifen wir ein „Wahlkampfversprechen“ von OB Martin Horn gerne auf und fordern jetzt auch eine Umsetzung.

Kostenfreier ÖPNV für Kinder und Jugendliche – spezifisch an allen Wochenenden und Feiertagen – kann Familien finanziell entlasten und gleichzeitig das Mobilitätsverhalten positiv beeinflussen.

Gleichzeitig wird die Mobilität von Jugendlichen schon jetzt mit erheblichen öffentlichen Mitteln gefördert (unter anderem Schülerverkehre, Leistungen für Bildung und Teilhabe), sodass sich die Frage stellt, ob eine grundsätzliche Kostenfreiheit nicht auch ein Beitrag zum Abbau von Bürokratie und hohem personellen Zeitaufwand sein kann.

Mehr Gemeinschaftsschulen sind der richtige Weg

Mit dem Baubeschluss der Gemeinschaftsschule im Dietenbach geht Freiburg den richtigen Weg. Die Anmeldezahlen für Gemeinschaftsschulen steigen derzeit massiv an. Bereits jetzt müssen Schülerinnen und Schüler abgewiesen werden, weil die vorhandenen Kapazitäten bei Weitem nicht ausreichen – ein Zustand, der den tatsächlichen Bedarf unmissverständlich sichtbar macht. 

Eltern entscheiden sich ganz bewusst für diese Schulform, denn nur sie steht für längeres gemeinsames Lernen, individuelle Förderung und echte Bildungsgerechtigkeit. Sie steht dafür, Kinder nicht früh zu sortieren, sondern ihnen Zeit zu geben, sich zu entwickeln. Sie steht dafür, unterschiedliche Voraussetzungen nicht als Problem, sondern als Chance zu begreifen. Unsere Fraktion wird die Idee der Einen Schule für alle weiter stärken und alles tun, damit das gegliederte, stigmatisierende und sortierende Bildungssystem endlich überwunden wird!

Kundgebungen gegen Sozialabbau

Unsere Fraktion unterstützt die Kundgebungen gegen den von der Bundesregierung geplanten Sozialabbau. Sie will an unserer Gesundheit und Pflege sparen, Kündigungsschutz und Acht-Stunden-Tag kippen sowie die Kinder- und Jugendhilfe, die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung und die Rente kürzen. Statt bei den Schwächsten zu sparen, braucht es eine Steuerreform, die hohe Vermögen und Superreiche höher besteuert und dafür sorgt, dass die Kommunen gestärkt werden und der Sozialstaat erhalten wird!

Demo-Termine: 13. Juni 2026, 14:00, Augustinerplatz und 27. Juni 2026, 15:30, Stühlinger Kirchplatz