Mehr Transparenz und Beteiligung bei der Sportentwicklung

Ergänzungsantrag zur DRUCKSACHE G-24/045, hier: Freiburger Sportentwicklungsplan 2024 – 2040 (u. a. Antrag der CDU-Fraktion vom 14.02.2023)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Horn,

hiermit beantragen wir die oben genannte Drucksache um die folgenden Beschlussziffern zu ergänzen:

3. Der Gemeinderat beauftragt die Verwaltung dem Sportausschuss noch vor der Aufstellung des kommenden DHH eine Zeitschiene und einen überschlägigen Finanzierungsfahrplan für die Umsetzung des SEP bis 2040 vorzulegen. Ebenso ist darzulegen, welche zusätzlichen personellen Ressourcen zur SEP-Umsetzung bis 2040 notwendig wären.

4. Der Gemeinderat beauftragt die Verwaltung den SEP 2040 unter jeweils spezifischen Aspekten auch in den folgenden Ausschüssen zu diskutieren: KJHA, ASW, Sozialausschuss und Migrationsausschuss sowie im Beirat für Menschen mit Behinderung. Zudem ist eine Jugendbeteiligung zur Sportentwicklung einzuleiten, insbesondere auch im Hinblick auf Sportangebote im öffentlichen Raum, auf Schulhöfen, in Parkanlagen und Freiräumen in Wohngebieten (u.a. Bolzplätze).

5. Der Gemeinderat beauftragt die Verwaltung, die Sportentwicklung im Freiburger Westen, und insbesondere zwischen den Stadtteilen Weingarten und Rieselfeld sowie dem künftigen Stadtteil Dietenbach integriert zu betrachten und Maßnahmen der dortigen Sportflächenentwicklung gesamthaft als gemeinsamen Sportraum West zu betrachten, ähnlich der Sportachsen Ost und Süd.

Begründung: 

Zu 3.) Es braucht eine weitere Konkretisierung und Sichtbarmachung der theoretisch notwendigen Umsetzungsressourcen, insbesondere im Hinblick auf die Haushaltsplanungen der nächsten Jahre. Eine vorausschauende Planung ist zudem wichtig für die Vereine, um ihre eigenen Finanzierungsanteile und Konzeptionen zielgerichtet und zeitlich zu entwickeln.

Zu 4.) Die Bedeutung der Sportentwicklung über den rein sportlichen Aspekt wird in der Vorlage ausgeführt und betont. Die wesentliche Bedeutung des Sports für die Bereiche Jugend, Bildung, soziales Zusammenleben Inklusion und Stadtentwicklung liegt auf der Hand. Spezifische Aspekte sollten daher in den Ausschüssen diskutiert werden, und auch unter einer verstärkten Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sowie des Beirats für Menschen mit Behinderung.

Zu 5.) Die Sportentwicklung im Freiburger Westen erfolgt aktuell noch zu sehr Stadtteil-orientiert. Mit dem Rieselfeld, Weingarten und dem neuen Stadtteil Dietenbach entsteht ein innerstädtischer Ballungsraum (ca. 30.000 Einwohner:innen plus), der eine besondere und integrierte Betrachtung und Entwicklung der Sport- und Freizeitflächen dort – angesichts knapper Flächen – bedingt. Die aktuellen Sportentwicklungen im Rieselfeld, im Umfeld der SEM Dietenbach, im heutigen Dietenbachpark sowie die Bedarfe auch im Stadtteil Weingarten müssen daher aufeinander abgestimmt werden und über die jeweiligen Stadtteilgrenzen hinaus betrachtet und zusammen entwickelt werden.

Mit freundlichen Grüßen die unterzeichnenden Fraktionen und Gemeinderät:innen,

Gregor Mohlberg, Fraktionsvorsitzender EINE STADT FÜR ALLE

Felix Beuter, Stadtrat EINE STADT FÜR ALLE

Kai Veser, Stadtrat Freie Wähler

Ramon Kathrein, Stadtrat JUPI

Franco Orlando, Stadtrat FDP-BFF